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Dreckig aber glücklich

Der heutige Tag verspricht ein spannender zu werden. Früh werden wir wach und so nach und nach begeben wir uns aus unseren Schlafsäcken zum Frühstückstisch. Auch wieder besser als erwartet - Müsli aus der TravellunchTüte. Das weckt Erinnerungen an die Quali in Wülfrath. :-)
Dann Camp abbauen, sauber hinterlassen und aufsatteln. Mit einem eingespielten Team im Nacken kein Problem.
Schnell sind wir in Russlands Kalmückischen Steppe und das macht mal so RICHTIG Spaß! Die Autos und wir können zeigen was in uns steckt.
Tiefe Spurrinnen wollen durchfahren werden, ohne den Unterboden zu beschädigen - manchmal ist da Querfeldein besser, als auf dem 'Weg' zu bleiben. Wir wirbeln ordentlich Staub auf und endlich sehen auch die Autos nach Offroad aus. Wir und der Innenraum im übrigen auch, wenn man vergißt, die Fenster zu schließen *räusper*
Und dann wird's richtig gut! Wir sehen ein paar Schlammlöcher und natürlich geht unser Track mittendurch - Gute Planung, Jungs!!
Ich darf
für die Fotos mehr als einmal durchcruisen und fühle mich wie ein Kind an Weihnachten. Herrlich dreckig geht's weiter....
Ach, habe ich eigentlich schon mal die Schlaglöcher erwähnt, die es dort gibt? :-)
Russland im ganzen und die kalmückische Steppe im besonderen ist ja schon echt riesengroß (mindestens bis zum Horizont und noch viel weiter) aber das sich diese Löcher dem Land anpassen, hätt ich nicht gedacht. Ich habe wirklich noch nie so tiefe und große Krater auf dem Weg gesehen. Unfassbar - aber es macht Spaß und so bleibt man konzentriert. :-)
Dann das nächste Highlight....eine Flußüberquerung!
Hach, das Leben kann so schön sein! Wieder darf ich mit unserem Auto Fotomodell spielen und fahre dreimal durchs Wasser. Dann ist das perfekte Foto geschossen und weiter geht's.
Unser Ziel ist heute nach ca. 330 km Elista. Eine der wenigen Städte Russlands, die buddhistisch geprägt ist.
Dreckig aber glücklich kommen wir vor dem restlichen Konvoi am Hotel an. Die
Dusche höre ich schon vom aus Parkplatz rufen und dieser Stimme gehe ich sofort nach. Schnell fertigmachen und hopp, hopp, auf zum Tempel.
Was mich/ uns dann erwartet verschlägt mir echt die Sprache - ich bin großer Fan der buddhistischen Kultur und mein Traum ist schon sehr lange mal einen echten Buddha zu sehen, Gebetsmühlen zu drehen und die Ruhe der Mönche zu spüren.
Und dann erlebe ich genau das mitten in Russland (Team 2 ist übrigens gerade in Lhasa und muß sagen, ich bin ein bischen neidisch :-) )
Vor dem Tempel dann Schuhe ausziehen, reingehen und drinnen - man möge mir meine Übertreibung verzeihen - ein ca. 10 meter hoher Buddha. UFF.
Ich setzte mich auf eine der Bänke, vor mir ist ein Mönch mit einer Gläubigen in ein Gespräch vertieft. Ich versuche, alles in mich aufzusaugen, denn Fotos machen ist leider nicht erwünscht.
Ich werde ganz ruhig, sitze einfach nur da. Natürlich kommen Emotionen hoch und meine Tränen lassen sich nicht mehr zurückhalten.

Das sind Momente auf dieser Tour die mich absolut überwältigen, ich mache mir bewußt, das ICH bei diesem megagenialen Event dabei sein darf und bin einfach nur noch dankbar.
Irgendwann muß ich mich losreißen, denn die anderen warten schon. Zurück am Hotel haben wir vor dem Abendessen noch Zeit, ein bischen Elista zu erkunden und vorallem das innere des Autos zu sortieren und aufzuräumen....was man da nicht alles so wiederfindet!?!! Verrückt....
Die Suche nach einer Bar nach dem Essen gestaltet sich als schwierig bis unmöglich und so verlagern wir unser gemütliches Beisammensein auf die Stufen vorm Hotel. Jaja, Stufen, Parkbänke und zu Tresen umfunktionierte, halbhohe Mauern sind vor uns auf dieser Tour nicht sicher und werden mit Vorliebe geentert. :-)
Dann geht auch dieser ereignisreiche Tag zuende und ich falle wieder in ein einen tiefen, kurzen Schlaf... Bis morgen...





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