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Tag 1 von Nadine: Schnee, Stürze, Strafpunkte



»Verdammt, er passt nicht«, schimpft Anna-Lena. Der Schneeschuh will nicht über die Ferse rutschen. Stress, Hektik. Leiterin Stephanie mahnt zur Eile. Die anderen sieben Teilnehmer folgen ihr im Entenmarsch in die Eishalle. Anna-Lena- hechtet hinterher, der Fuß ist drin.

Über 35.000 Menschen haben sich für die Land Rover Experience Tour beworben. 60 Glückliche sind ins Finale eingezogen und nur sechs dürfen im Oktober mit nach Peru.
Über die Anden, vorbei an der legendären Inka-Stadt Machu Picchu und mit Vollgas durch die Wüste. Über ihnen der Himmel. Fahrtwind auf der Haut.

»Ja, das will ich erleben«, strahlt Anna-Lena und schnappt sich ein Snowbike. Die 23-jährige arbeitet als Kampagnenmanagerin bei der Deutschen Bahn und ist mehr in Zügen unterwegs als in den PS-Monstern von Land Rover. »Ich bin eine kleine Abenteuerin und möchte unbedingt an meine Grenzen stoßen.« Auf ihrem Gesicht ein breites Lachen.

Ein Wochenende lang müssen sich die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen beweisen. Dabei ist nicht nur Fahrvermögen gefragt, sondern auch Köpfchen und Teamwork.

Jetzt geht’s auf die Piste. In der Skihalle Neuss soll Anna-Lena mit ihrem Snowbike eine Slalomabfahrt bewältigen. 40 Stundenkilometer schaffen die kleinen Trendsportgeräte.
Mit dem Babylift rauf und auf dem Bike wieder runter. Die anderen Kandidaten liegen gut in der Kurve.
Anna-Lena nimmt Anlauf und rodelt den Hang hinab. Im Schneckentempo. Dann Sturz. Das Ziel durchrutscht sie auf dem Hintern. Betrübt streicht sie sich den Schnee von der Hose. »Ich hab‘ einfach das Gefühl verloren.« sagt sie.



Auf dem Freigelände vor der Skihalle wartet die nächste Aufgabe.
Ein Land Rover Defender muss über Kunststoffplatten balanciert werden. Das Problem: Es gibt Lücken. Die Kandidaten sollen wie in einem Puzzle die passenden Bausteine unter die Räder schieben, damit der Koloss ohne Unterbrechung darüber rollen kann. Ohne Teamwork klappt der Brückenbau nicht.



Anna-Lena und Sybille schauen skeptisch. »Los!« ruft Schiedsrichter Marcus. 15 Minuten Zeit für zehn Meter Strecke. Sybille lenkt, Anna-Lena gibt Anweisungen, springt von der einen zur anderen Seite, trägt Bausteine nach vorne, verschiebt Bausteine nach hinten.
»Stopp!« brüllt sie, doch da holpert der Defender schon in ein Loch. Strafpunkt. Marcus grinst und macht ein Kreuzchen.
»Ihr wollt uns nur schwitzen sehen«, lacht Anna-Lena.
»Dann würden wir euch in die Sauna mitnehmen!« feixt Marcus.



Nächster Versuch. Vor, zurück, die Mädels sind konzentriert, die Männer sind beeindruckt. »Die beiden haben gute Einfälle«, meint Alex, »besser als die Herren bisher.«

Doch am Ende reicht es nicht. Ein halber Meter fehlt und die Zeit ist abgelaufen. 9 Strafpunkte stehen auf dem Zettel. Das Team zuvor erhielt 26.

Anna-Lena und Sybille klatschen sich ab.
»Gut gemacht, Mädels!« Marcus schmunzelt, »ihr hättet nur weniger quasseln sollen, dann hättet ihr auch mehr Zeit gehabt.«
Die beiden Frauen lachen und verabschieden sich.
»Wir waren gut.« zwinkert Anna-Lena und geht zurück zu den anderen Teilnehmern.

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